7. Vorl., Teil I

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Einführung in die Theoretische Philosophie, 7. Vorl., Teil I

Cornell Notizen: Einführung in die Theoretische Philosophie – Das Leib-Seele-Problem

Hauptideen / Stichworte | Notizen

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Einleitung & Überblick |

1. Substanzdualismus 00:01:56

2. Substanzmonismus 00:02:03

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Substanzdualismus (René Descartes) |

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Das Interaktionsproblem |

1. Heterogenität: Wie können derart heterogene (räumliche vs. unräumliche) Dinge überhaupt in Berührung kommen und wechselwirken? 00:16:05

2. Ort der Interaktion: Descartes schlug die Zirbeldrüse im Gehirn vor, da sie beim Menschen, aber vermeintlich nicht bei Tieren vorkam. 00:17:45

3. Verträglichkeit mit der Physik: Ist die Interaktion mit physikalischen Erhaltungssätzen kompatibel? 00:20:05

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Kritik am Interaktionismus (Leibniz) |

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Alternativen zum Interaktionismus |

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Probleme des Substanzdualismus & Argument für Monismus |

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Zusammenfassung

Die Vorlesung führt in das Leib-Seele-Problem ein, indem sie dessen historische Entwicklung anhand von Argumenten nachzeichnet. Sie beginnt mit dem Substanzdualismus von René Descartes, der Materie (res extensa) und Geist (res cogitans) als zwei radikal verschiedene, selbstständige Substanzen postuliert. Descartes' Interaktionismus, der eine direkte Wechselwirkung zwischen diesen Substanzen annimmt, stößt auf Probleme bezüglich der Heterogenität der Substanzen und ihrer Verträglichkeit mit physikalischen Erhaltungssätzen. Descartes konnte dies noch mit dem damaligen Stand der Physik (nur Energieerhaltung bekannt) lösen, indem er den Geist die Winkel der Teilchen ändern ließ.

Leibniz kritisierte Descartes' Lösung, da der später entdeckte Impulserhaltungssatz auch die Winkel festlegt, was eine Verletzung der physikalischen Gesetze durch den Geist bedeuten würde. Leibniz schlug den Psychophysischen Parallelismus (Prästabilierte Harmonie) vor, bei dem Gott die mentale und physische Welt von Anfang an so synchronisiert hat, dass sie parallel ablaufen, ohne direkt zu interagieren. Eine weitere Alternative war Malebranches Okasionalismus, bei dem Gott bei jeder scheinbaren Interaktion direkt eingreift. Beide theistischen Lösungen haben eigene theologische und philosophische Schwierigkeiten (Determinismus, Gottes ständige Intervention).

Der Substanzdualismus ist heute weitgehend abgelehnt. Ein starkes Argument für den Substanzmonismus ist die Kontinuität der kosmischen und biologischen Evolution, die ein durchgängiges, bruchloses naturwissenschaftliches Weltbild zeichnet, in dem kein Platz für eine zweite, nicht-materielle Substanz ist. Während der Monismus erklären muss, wie das Mentale in einer rein materiellen Welt entsteht, müssen Dualisten die Brüche in dieser Kontinuitäts-Story plausibel machen.